Lagen & Geschichte

Die Lagen mit ihren Böden charakterisieren unsere Weine

Lagen & Geschichte

DIE LAGEN mit Geschichte(n) – ALTE REBEN (Mindestalter 37 Jahre)
Ein Drittel der Weine stammen aus Lagen mit altem Rebbestand und bilden das Herzstück des Betriebes. Alte Reben tragen durch ihre tiefe Verwurzelung im Boden wesentlich dazu bei, die individuelle Charakteristik unserer Weinbergsriede auszudrücken, den Boden im Wein zu spiegeln.

Der Ungerberg
 Der Ungerberg
Im zweiten Weltkrieg wurde die Hanglage im weißen Mischsatz der damalig verbreiteten Rebsorten (Burgunder Weiß, Grüner Veltliner und Neuburger) von der Familie Schmelzer den Großeltern der jetzigen Besitzer gänzlich ausgepflanzt. Seit den Kampfhandlungen des Weltkriegs (Süd-Ost-Wall) ist die Kuppe des Ungerbergs bewaldet und der unterste Teil wurde im Jahre 1960 erneuert. Der verbliebene Mittelteil ist somit der älteste Rebbestand des Weingutes.

Der Boden besteht aus Löss mit einem sandig-tonigen Unterboden und erbringt einen Wein mit filigranem Duft und „burgundischen“ Körper und sehr guter Lagerfähigkeit, der auch unter dieser Bezeichung als Lagenwein verkauft wird.

Der Altenberg
Der Altenberg
„Altberg“ oder „Altenbergen“ war einer der Lagennamen des historischen Golser Weingebirges aus dem die heutige Bezeichnung Altenberg hervorging. Die Riede Altenberg unseres Weingutes kann auf eine auf mehr als eine 600 hundertjährige Weinnutzung verweisen. Die Bepflanzung haben 2 Familiengeneration beeinflusst, der Vater 1974 mit Sauvignon Blanc (Reben aus der Steiermark), Grüner Veltliner und Welschriesling (Reben aus der Region). 2001 wurde ein Grundstück von den Söhnen gerodet und mit Pinot Noir bestockt. Altenberg zählt zu den „ersten“ Hanglagen in Gols.

Die Bodenbeschaffenheit ist unterschiedlich ausgeprägt.
An der Kuppe des Abhangs besteht der Boden aus Löss mit direkt anstehendem Kies und Schotter, am Mittelhang aus Löss mit sandig, tonigem Unterboden und reinem Löss am Fuß des Abhanges. Die Weine präsentieren sich mit mineralischen Tönen und fülligem Körper.

Der Zwickel(acker)
Der Zwickelacker
Eine Lage hinter dem Altenberg auf der Parndorfer Platte befindet sich dieser sanfte Hügelzug aus Löss mit sandig tonigen Untergrund. Dieser wurde 1963 von der Familie Schmelzer mit Blaufränkisch und etwas Zweigelt bepflanzt und ist somit unser ältester Rotweingarten, der elegante Rotweine mit frischem Fruchtcharakter hervorbringt.

Der Eroff(acker)
Der Eroff(acker)
Dieser Weingarten liegt am Heideboden, der Ebene im Winkel des Neusiedlersees. Die Anlage erfolgte 1966 mit St. Laurent und etwas Zweigelt durch die Familie Bernthaler. Der dortige Schwarzerdeboden mit sandig-tonigen Untergrund liefert feingliedrige Rotweine.

Der Zwerg(acker)
Zwergacker-Maulbeerbaum
Unsere größte Rotweinlage am Heideboden wurde zu verschiedenen Zeiten angelegt:
1972 mit Blaufränkisch
1973 mit Zweigelt
1974-1976 mit Zweigelt und St. Laurent.
Der Weingarten besitzt Schwarzerdeböden mit sandig kiesigen Unterboden und tonigen Einschlägen, der den Weinen eine fruchtige, feingliedrige Note verleiht.

DIE LAGEN mit Geschichte(n) – JÜNGERE REBEN

Der Eroff(acker): Zweigelt

Der Neufeld(acker)
Unsere größte weisse Burgunderlage wurde in den Jahren 1990 und 1998 mit Weissburgunder und Chardonnay bepflanzt. Der Boden besteht aus Schwarzerde mit unterschiedlicher Mächtigkeit und weist im kleinräumigen Wechsel tonigen und sandigen Untergrund auf. Der hohe Kalkanteil zeigt sich in der mineralischen Note der Weine.

Der Langenacker
Unmittelbar in Ortsnähe am Beginn des Heidebodes liegt dieser Weissweingarten bestehend aus Schwarzerdeböden mit sandig tonigen Untergrund. Im Zeitraum von 1990 bis 2001 wurden die Sorten Welschriesling und Neuburger angelegt.

Der Zwerg(acker): Zweigelt, Blaufränkisch

Der Zwickel(acker): St. Laurent, Blaufränkisch

Die Geschichte der Lagen: Weinhistorie von GOLS

Unsere Familie besitzt 8 Hektar Weingartenfläche im österreichischen Weinort Gols am Ostufer des Neusiedlersees im Weinbaugebiet Burgenland. Die Geschichten der Weinbergsriede des jetzigen Weingutes Bernthaler + Bernthaler spiegeln in jeder Phase die Historie des Weinortes Gols wider und deren große Weinbautradition.

Mit der Besiedelung und Anlage des Dorfes im Mittelalter wurden die verwilderten aber vorhandenen Rebbestände aus dem antik-römischen Reich wieder rekultiviert. Im Jahre 1217 bei der Schenkung des Nachbarortes an das Stift Heiligenkreuz bestand bereits das Dorf Gols als (Villa Galus). Das Golser Weingebirge wurde am Abhang der Parndorfer Platte in unmittelbarer Nähe des Ortes angelegt und bildete mit 260 Hektar die Grundlage des heutigen Weinortes, um mit der Mechanisierung nach dem Zweiten Weltkrieg, die heutige Größe von 1440 Hektar zu erreichen.